Buch Helmut Werner Teil 4: die Wahrheit über Menowin Fröhlich auf Mallorca

Am 12. Mai 2010 war die Welt noch in Ordnung. Sowohl für Helmut Werner, Booker von Menowin Fröhlich, der einige Wochen zuvor Zweiter bei der RTL-Castingshow DSDS geworden war. Durch einen Dreimonatsvertrag gab es genügend Aufträge für den Jungbarden und richtig viel Schotter dazu: An die 200.000 Euro für drei Monate.

Alles außer Fröhlich

Jetzt ging es zunächst einmal im Flieger nach Mallorca. Dort sollte Menowin mehrere Auftritte absolvieren. Vor dem Abflug bekommt er von Lugner zu den 10.000 Euro, die er gleich nach Vertragsunterzeichnung erhalten hatte, noch einmal 20.000 Euro Cash dazu. Sozusagen als Taschengeld. Menowin, der noch nie so viel Geld in der Hand hatte, ging am teuren Flughafen erst mal einkaufen: 2.500 Euro für Parfüm, Brillen und viel zu teuer eingekauften Billiguhren war schnell weg. Im Buch kann man lesen:

„Dort (auf Mallorca) hat die Odyssee dann angefangen und der wahre Menowin hat sich uns gezeigt.“

Zunächst einmal war alles in Butter, außer, dass Menowin panische Flugangst habe und während des Fluges Helmut Werners Hand nicht loslassen wollte. Auch zeigten sich hier erste Bildungsdefizite, als  Cousin Mike über Menowin anfragen ließ, ob Mallorca denn noch  in Deutschland läge und dann, ob Spanien denn noch in Europa läge.

Auf Mallorca, dem zweiten Tag seiner Karriere, habe er dann brav seine Pflichten erfüllt und sowohl Foto-Shootings sowie Interviews gingen glatt über die Bühne. Er kam bei der Jugendzeitschrift Bravo, die ihn am Flughaften erwartete, in der Folge sogar mehrmals auf den Titel. Etwas, was ein DSDS-Zweiter noch nie geschafft hat. Die Mädels waren aus dem Häuschen und skandierten Me-no-win – Me-no-win!

Am Abend sollte der erste Auftritt in der Discothek Oberbayern stattfinden. Das Oberbayern war brechend voll: nachmittags rund 1500 Besucher und abends sogar 3000. Der Radiosender „Palmenstrand“ übertrug live im Internet.

Helmut Werner: „Der Auftritt von Menowin war eigentlich recht gut. Alle waren zufrieden – wir auch!

Der nächste Auftritt war um 2:30 Uhr.

„Die Weiber waren wie irre. Menowin, ich will ein Kind von dir. Menowin, bumms mich. Menowin, zeig mir deinen Schwarz, zeig mir deine Eier. Alles außer Rand und Band. […] Der Saal hat gekocht.“

Sowohl die Besitzerin als auch die Security waren sich einig, dass sie so etwas bisher nur bei Auftritten von Jürgen Drews erlebt haben. Es war – finanziell betrachtet – für die Discothek ein großer Erfolg.

Während des Auftritts kam es zu einer kleinen Panne durch den DJ. Es kam deshalb zu vereinzelten Buhrufen, weil die Musik plötzlich weg war.

„Die Buhrufe waren nicht, weil Menowin seinen Auftritt versaut hatte … sondern nur wegen dem technischen Problem […] Das wurde in der Presse am nächsten Tag falsch dargestellt.“

Überhaupt sei das mit der Presse sehr mehrkwürdig gewesen. Denn bereits um 1 Uhr, also noch 1,5 Stunden vor Menowins Auftritt, habe man im Internet lesen können, dass Menowin auf Mallorca ausgebuht worden sei. War hier etwa Hellseherei im Spiel?

„Menowin hat geflucht und Gift und Galle gespuckt.”

Es war nur ein kurzer 20minütiger Auftritt für eine enorme Gage. Laut Auskunft von Beatria, der ExFrau von Miguel Pascual, dem Macher des Show-Business auf Malle, sei Menowin der bisher höchstbezahlte Künstler auf Mallorca gewesen. Miguel gehört außer dem Oberbayern auch der Bierkönig.

Man habe mit ihm anschließend über 70 Folgeauftritte verhandelt, verteilt über drei Jahre.

Mit freundlicher Genehmigung von www.radiogong.com

„Menowin hat es aber nicht gemacht und sagte, so was habe ich nicht nötig und sowas brauche ich nicht. Er hat dort im Endeffekt einige Hunderttausend Euro abgelehnt. Einfach so vom Tisch gewischt! Menowin hat halt immer noch geträumt und gedacht, da kommt immer mehr … immer mehr Kohle, immer mehr Sex, immer mehr Drogen. Tja, denkste – ausgeträumt!“

In der Nacht konnte Werner auch aus anderen Gründen nicht schlafen. Nicht nur, weil ein beleidigter und in seinem Ego verletzter Menowin ihn mit seiner Ablehnung dieses Superdeals um ein gutes Sümmchen an Provision gebracht hat, sondern, weil er sich mit Menowin und Mikel ein Appartment teilte. Und Menowin hatte Besuch von der Visagistin, die ihn am Vortag für das Fotoshooting schön gemacht hatte. Sie habe gefragt:

„Darf ich es mir bequem machen?“ Dann hat sie sich wohl gleich ausgezogen und sich von Meno „verwöhnen“ lassen.”

Es sei ja positiv für ihn, dass er jetzt wirklich angenehm „schnackseln“ konnte. Es seien ja immer genug willige Mädels da. Am Frühstückstisch erzählte Meno dann freimütig delikate Details der vergangen Nacht. Werner’s Resümee:

„Was will ein Typ wie Menowin denn mehr vom Leben?“

Fortsetzung folgt.

Über den Autor

Olena Seregina

Was ich soll und schulde, steht im Steuerbescheid.
Was ich nicht darf, steht im Strafgesetzbuch.
Und alles andere kann ich selbst entscheiden.
/ viktor37/

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