Bushaltestelle: Das müssen Autofahrer beachten

Gefahrenzone Bushaltestelle: Das müssen Autofahrer beachten. Die wichtigsten Vorschriften auf einen Blick.
Der öffentliche Nah- und der Fernbusverkehr wächst. Die Zahl der Buslinien und Haltestellen steigt. Der Verkehr wird dichter. Grundsätzlich kein Problem. Allerdings gelten im Umgang mit Bussen besondere Regeln für Autofahrer. Um dies zu verdeutlichen, veröffentlichte jetzt der ADAC die wichtigsten Tipps, um sich den großen Verkehrsgefährten gegenüber korrekt zu verhalten.

Die wichtigste „Spezies“ sind Schul- und Nahverkehrsbusse des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Sie sorgen innerhalb eines sehr eng gesteckten Zeitplans dafür, dass die Menschen innerhalb der Stadtgrenzen und darüber hinaus an ihre Ziele kommen. Daher gelten bei ihnen besondere Regeln. Dazu gehört unter anderem, dass Autofahrer verpflichtet sind, beim Vorbeifahren oder Überholen extreme Vorsicht walten zu lassen. Passagiere, die aussteigen oder in letzter Minute zur Haltestelle hetzen, können wie aus dem Nichts auf der Fahrbahn auftauchen.
Bushaltestelle

Daher herrscht in der Umgebung solcher Busse besondere Gefahr, die zu extremer Vorsicht mahnt. Konkret heißt das: Geschwindigkeit drosseln und so viel Abstand wie möglich halten, um ein- und aussteigende Passagiere nicht zu gefährden. Noch strenger geht es zu, wenn der Busfahrer das Warnblinklicht einschaltet. Dann heißt es für die nahenden Autofahrer auf beiden Fahrbahnen, also auch aus der Gegenrichtung: Schritttempo fahren – unabhängig davon, ob sich die Haltestelle innerorts oder außerhalb des bewohnten Gebietes befindet.

Befindet sich die ÖPNV-Haltestelle nicht am Rand, sondern in der Mitte der Fahrbahn, ist rechts davon für alle vorbeifahrenden Fahrzeuge maximal die Schrittgeschwindigkeit erlaubt. Wer sich nicht daran hält, riskiert ein Bußgeld von 15 Euro. Wichtig ist dabei auch, den Busen ein zügiges Wiedereinfädeln in den Verkehr zu ermöglichen. Weniger streng geht es rund um die Haltestellen von Fernbussen zu. Sie werden laut den Regeln als ein normales Fahrzeug im Verkehrsfluss eingestuft. Dies bedeutet, dass sie die anderen Verkehrsteilnehmer normal nach den allgemeinen Vorschriften überholen und passieren dürfen.
Foto: dmd/Christian Allinger/thx

Über den Autor

Stephan

Hallo, ich bin der Stephan, freier Autor und Hobbyblogger. Ich mache mein Fachabitur und in meiner Freizeit blogge ich hier und da mal was. Grüße

15 Kommentare

  • Ja die Problemstelle Bushaltestelle wird bei vielen Autofahren leider unterschätzt.

    Gerade zum Schulbeginn oder jetzt nach den Herbstferien sieht man es immer wieder. Rücksichtslos bis zum Ende, obwohl es oftmals nur auf ein paar Sekunden ankommt.

    Ich finde es gut, dass die Polizei mittlerweile viele Aktionen staret um das zuverbessern, egal in welcher Form!

  • Für mich immer noch ein Riesen Risikofaktor sind Smartphones und das für Autofahrer als auch für Fußgänger man braucht beim Autofahren nur auf seine Umgebung zu Achten jeder Zweite hat eine Smartphone in der Hand und ist somit sehr abgelenkt.

  • Naja, wenn man sieht was man darf und was man müsste, würde der Strassenverkehr zum erliegen kommen…. Wenn JEDER nur ein wenig vorausschauend fahren würde, dann bräuchten wir diese überreglementierung überhaupt nicht.
    Aber da ja immer einige wenige Autofahrer für viele andere mitdenken müssen, bleibts wohl dabei :-)

  • Es ist sehr wichtig bei Busen acht zu geben. Denn der Bus kann immer noch plötzlich anhalten, beim verlassen der Bushaltestelle, wenn noch ein Fahrgst in letzter Minute auftaucht.
    Sehr informativer und gut geschriebener Artikel.

    • Was da hinter los ist, interessiert mich am wenigsten. Jeder ist selbst für sein Fahrverhalten verantwortlich, bevor man zahlt und anderen gefährdet, lieber etwas mehr achtgeben.

      LG
      Viktor

  • Ich habe noch nie davon gehört das jemand einen Strafzettel wegen zu schnellen überholen eines Busses bekommen hat. Also Schrittgeschwindigkeit fahren OK aber das misst doch niemand! oder?

  • Auch unabhängig der Passagiere ist Vorsicht geboten. Das ist zwar das A und O, aber nicht selten beachtet auch der Busfahrer die Autos nicht. Blinkt dieser, ist gesetzt dass er auch los fährt. Wenn man darauf nicht achtet kann man sich auch leicht selbst gefährden. LG

  • Danke für den Artikel.

    Bei anhaltenden Busen ist immer Vorsicht geboten. Zum einen schleichen Passagiere hinter dem Bus hervor und wollen schnellstmöglich die Strasse überqueren. Zudem gibt es auch viele die vor lauter Stress, den Bus noch zu erreichen, eher Blind gegenüber den anderen Strassenteilnehmer sind.

    Egal ob die Busse 15, 30 oder 300 Euro beträgt: Bei haltenden Busen ist immer grosse Vorsicht geboten!

  • Zunächst einmal möchte ich Jens definitiv Recht geben, dass insbesondere die Bushaltestelle eine wahre Gefahrenquelle ist. Dabei denke ich, dass ein Busgeld (egal in welcher Höhe) schlichtweg nebensächlich ist, wenn man bedenkt, was insbesondere bei Schulbussen, etc. alles passieren kann.
    Trotzdem ist es meiner Erfahrung nach häufig schwierig, das Verhalten der Busse einzuschätzen, wenn Busfahrer weder Blinker noch ähnliche Anzeichen geben, wenn sie die Fahrbahn wechseln. Und dann beschweren sie sich meistens auch noch.
    Deshalb ist es sowohl an Haltestellen, als auch im Strassenverkehr umso wichtiger, dass wir Autofahrer immer aufmerksam sind, um weder uns noch andere zu gefährden.
    Schöner Artikel, Gruß Maximilian

  • Hi Stephan. So und genauso sollte es auch sein. Ich habe meine Fahrschulprüfung 2005 gemacht. Und da hatte ich noch gelernt, das ich sogar Schrittgeschwindigkeit fahren muss, wenn der Bus seine Warnblickanlage hat. Sollte er keine an haben, darf man glaube ich mit 50 an den Bus vorbei fahren.
    Aber da muss ich selbst nochmal nachfragen.

  • Stimme dem voll zu. Ich habe selbst eine längere Zeit den Bus genutzt und wenn da Autofahrer mit 50 km/h vorbeiziehen kann es schneller in die Hose gehen als man glaubt. Klar denkt man an erster Stelle an unvorsichtige Kinder die Opfer solcher Unfälle werden, aber keiner von uns ist vor sowas geschützt. Mal 20 Minuten verschlafen, so das man zum Bus rennen muss und schon achtest du nicht mehr so gut auf den Verkehr.

  • Ich fahr in der Regel nie an Busen vorbei, da die Gefahr besteht das irgendjemand noch schnell über die Straße rennen könnte. Mir ist das viel zu Riskant. Es ist erstaunlich wie viele Autofahrer mit extremst hoher Geschwindigkeit an stehenden Busen vorbei fahren. Mich würde mal echt Interessieren wie viele Unfälle im Jahr dadurch entstehen.
    Ein sehr Toller und Informativer Artikel.

  • Das mit den Fernbussen ist schon eine gute Sache. Habe es selber schon genutzt, als ich auf mein Auto durch Reparaturen verzichten musste.
    wenn ich mit meinem auto unterwegs bin, ist mir aber in der nähe von fernbussen noch nie was passiert oder irgendwas aufgefallen, was mich beeinträchtigen könnte

  • Ein sehr guter Artikel. Interessant ist vor allem die Aussage, dass es 30 Euro kostet, wenn man sich nicht an die Schrittgeschwindkeit hält. Ein Fakt, den ich bisher nicht kannte. Ich selbst fahre auch niemals langsam an einem Bus vorbei. Eine wahre Gefahrenquelle, wenn man bedenkt, wie viele Menschen noch zum Bus rennen, wenn er losfahren möchte. Interessant wäre es, eine Statistik zu Unfällen mit parkenden Bussen zu finden. Bislang sind mir keine derartigen Erhebungen bekannt. Bedauerlicherweise ist aber die Zahl der Radfahrer-Unfälle im ersten Halbjahr angestiegen.

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