Leander Haußmann: Untherapierbar erfolgreich

Er hält Männer in den Vierzigern für hässlich
Berlin (cat). Theater-Regisseur Leander Haußmann feierte kürzlich die Premiere seiner erfolgreichen Inszenierung von Georg Büchners Drama “Woyzeck“ im Berliner Ensemble. Mit dem Altern scheint der Filmkünstler derzeit keine Probleme zu haben und sagte gegenüber der „B.Z.“: „Als ich jung war, konnte ich es kaum erwarten, alt zu werden. Ich fand es total schick, alt zu sein, Dinge zu wissen, Lehrer, Guru, Meister zu sein.“ Zudem hätten Männer im Alter zwischen 40 und 50 „eine hässliche Phase“, erst danach strahlten sie Reife aus. Vor einem Jahr klang alles anders.

Regisseur Leander Haußmann (Mitte) mit den Schauspielern Jessica Schwarz und Benno Fürmann.

Der starke Mann stieß an seine Grenzen – Depression, Endstation Suchtklinik. Haußmann damals zu „Bild am Sonntag“: „Du gerätst mit dir ins Schlingern. Ich stellte plötzlich fest, dass ich älter war, als ich mich fühlte. Meine Seele ging einen anderen Weg, als mein Wille. Ich bin über die wichtigen Themen meines Lebens, wie die Geburt meiner Tochter, einfach hinweggegangen. Schließlich kam der Moment, in dem ich nicht mehr aus dem Bett kam.“ Als starke Persönlichkeit fiel es ihm schwer, sich den Regeln der geschlossenen Einrichtung zu unterwerfen. Haußmann scheiterte – wurde nach einer Woche als „nicht therapierbar“ entlassen. Der Regisseur: „Die Haußmanns waren immer sehr sinnliche Menschen, die gerne gegessen, getrunken und geraucht haben. Ich rauche und trinke heute aber weniger. Das Problem ist nur, dass nichtalkoholische Getränke einfach nicht schmecken. Wenn ich daran denke, den ganzen Tag Apfelsaft zu trinken, wird mir übel.“
Foto: highgloss.de

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Olena Seregina

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