Proteste gegen Megaupload-Schliessung

Proteste gegen Megaupload-Schliessung-Anonymous schwört Rache
Für den Präsidenten der Schweizer Piratenpartei, Denis Simonet, sind solche Forderungen unsinnig: «Man kann die Hoster nicht für Inhalte verantwortlich machen, die über sie ausgetauscht werden. Das wäre so, wie wenn man die Swisscom für alles haften liesse, was am Telefon gesagt wird.» Von den Schweizer Behörden droht Rapidshare im Moment kaum Ungemach. Der Bundesrat stellte im November 2011 fest, dass es für ihn in Sachen Urheberrechtsverletzungen im Internet keinen Handlungsbedarf gebe.

Die USA aber wollen sich Urheberrechtsverletzungen mit neuer Härte widmen und Sitesbetreiber vermehrt für ihre Inhalte verantwortlich machen. Dagegen protestierte eben erst das Onlinelexikon Wikipedia mit einem 24-Stunden-Blackout. Auf die Megaupload-Schliessung reagierte das Hacker-Kollektiv Anonymous mit Cyber-Attacken auf die Musikindustrie und das FBI. Nach den Protesten wird die für Dienstag geplante Debatte im Senat jetzt vorerst verschoben.

Wie legal das Angebot von Fileshare-Siten sind Gericht urteile von Rapidshare ist, darüber sind sich selbst Gerichte uneins. Im Juli 2010 befand das Oberlandesgericht Düsseldorf, Rapidshare sei nicht haftbar für die illegalen Handlungen seiner Nutzer. Im Januar 2011 aber urteilte ein Gericht in Hamburg, Rapidshare müsse besser prüfen, was auf seine Server geladen werde.

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Olena Seregina

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Was ich nicht darf, steht im Strafgesetzbuch.
Und alles andere kann ich selbst entscheiden.
/ viktor37/

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