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Versicherungsbetrug mit Autokennzeichen

Wer sein Auto im Internet verkaufen möchte, der sollte unbedingt darauf achten das Nummernschild unkenntlich zu machen. Denn das Kennzeichen wird gern zum Versicherungsbetrug genutzt.

Wer das KFZ-Kennzeichen am eigenen PKW nicht abmontiert oder unkenntlich macht, bevor er ein Inserat im Internet aufgibt, kann Opfer von Versicherungsbetrug werden. Betrüger suchen sich so gezielt Anzeigen mit sichtbarem KFZ-Kennzeichen. Die restlichen Informationen werden anschließend meist in einem Telefongespräch erfragt, um der Versicherung dann eine falsche Rechnung geltend zu machen.

Keine genauen Angaben zur KFZ-Versicherung geben

Ist ein entsprechendes Inserat erst einmal gefunden, greifen die Betrüger zum Telefon um sich beim Verkäufer als Interessent auszugeben. “Im Gespräch versuchen sie, Name und Adresse des Verkäufers sowie das Versicherungsunternehmen und die Art der Versicherung herauszubekommen. Was sie in der Regel problemlos schaffen”, erklärt Karl Walter, KFZ-Experte bei der R+V Versicherung.

Laut Walter würden nur äußerst wenige stutzig werden, wenn ein potentieller Käufer Auskunft über Versicherungsdetails gibt. Die Postadresse werde meist auch bereitwillig gegeben – im Zuge eines vereinbarten Besichtigungstermins. So hat man schnell alle notwendigen Details zusammen, um den Betrug bei der KFZ-Versicherung des Verkäufers durchzuführen.

Keine Hochstufung beim Glasschaden

Als nächste werde dann der Versicherung eine gefälschte Rechnung über den angeblichen Austausch einer Frontscheibe geschickt, zusammen mit einer gefälschten Erklärung des Versicherten. Darin werde dann gebeten die Rechnung direkt an den Autoglaser zu bezahlen, der in Wirklichkeit gar nicht existiert. “Damit landet das Geld auf dem Konto der Betrüger”, so Walter.

Der Trick wird oft mit einer angeblichen Scheibenreparatur benutzt, da der Versicherte bei einem Glasschaden in der Kaskoversicherung nicht hochgestuft werde. “Deshalb ist es auch nicht notwendig, ihn noch einmal zu informieren und so fällt der Betrug meistens nicht auf. Allerdings kann es zu Komplikationen kommen, wenn der Versicherte kurze Zeit danach selbst einen echten Schaden meldet.”

Kennzeichen unkenntlich machen

Walter empfiehlt deshalb auf jeden Fall das Kennzeichen unkenntlich zu machen oder es vor dem Fotografieren abzumontieren. Auch sollte man keine genauen Angaben bezüglich der eigenen Versicherung am Telefon geben. “Am Ende geht ein solch groß angelegter Betrug immer zu Lasten der Versicherten, etwa wenn die Versicherungsbeträge wegen häufiger Betrugsdelikte steigen”, erklärt der Experte.

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