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Die Schieflage innerhalb der Euro-Zone wird größer

Das neue Jahr startet mit einem etwas gedämpfteren Aufschwung. Dies zeigt unter anderem der Einkaufsmanagerindex (EMI), der um 1,2 auf 54,2 Punkte sank. Dies teilte das Makit-Institut am Mittwoch mit. Der EMI ist ein monatlich herausgegebener Indikator zur Konjunkturentwicklung und wird von der Nachrichtenagentur Reuters in Auftrag gegeben. Trotzdem fiel das Ergebnis etwas besser als die erste Schätzung mit 53,7 Zählern aus. Bei Werten über der 50-Punkte-Marke spricht man von Wachstum.

Größer werdende Schieflage

Jedoch gebe es weiterhin Grund zur Besorgnis, wie die Forscher des Instituts am Mittwoch gegenüber der Nachrichtenagentur verlauten ließen. Vor allem in Bezug auf die größer werdenden Unterschiede zwischen den Euroländer. “Die Schieflage innerhalb der Eurozone wird eklatanter: So verschlechtern sich die Wachstumsperspektiven in den Ländern der Peripherie zusehends”, erklärte Chris Williamson, Chef-Volkswirt bei Markit. “Während Deutschland annäherndes Rekordwachstum und Frankreich robuste Zuwächse verbuchten, brach die Wachstumsrate Italiens ein und verzeichnete nurmehr annähernde Stagnation. Spanien und Irland schlittern indes immer tiefer in die Rezession ab.”

So leide in Spanien, Irland und Italien die für das Wachstum wichtige Binnennachfrage nicht nur unter den strikten Sparkursen der jeweiligen Regierungen, sondern auch unter der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheit. “In Deutschland und Frankreich beflügelt der Industrie-geführte Aufschwung hingegen zusehends die Ausgabenfreude der privaten Haushalte, was den Aufschwung zusätzlich stützen dürfte”, so Williamson weiter. “So wie es derzeit aussieht, dürfte sich die Kluft innerhalb der Eurozone nicht so bald verkleinern.”

Steigende Preise

Neben dieser Schieflage ist auch eine Preissteigerung innerhalb des Euroraums zu erkennen. Wie aus den Daten des Statistischen Amts der Europäischen Union (EuroStat) hervorgeht, erhöhten sich die Erzeugerpreise innerhalb der Währungsunion im November 2010 um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Bei den Erzeugerpreise handelt es sich um die vom Hersteller verlangten Preise gegenüber dem Großhandel oder ihren gewerblichen Kunden. Auch die Inflationsrate des Euro ist gestiegen. Lagen die ersten Schätzungen von November noch bei 1,9 Prozent, wurden diese nun für Dezember auf 2,2 Prozent nach oben korrigiert.

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