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Muenchner Rueck ueberzeugt mit gutem Quartalsbericht

Das Geschäftsmodell von Versicherungen beruht auf einem Grundbedürfnis des Menschen, welches schon im Namen steckt: Sicherheit. In hoch zivilisierten und -industrialisierten Nationen geht dies am besten mit Geld. Privatpersonen oder Unternehmen möchten sich finanziell gegen gewisse Risiken – welche auch immer – absichern, weshalb sie bei einer Versicherung einen Vertrag unterschreiben. Dann wird jeden Monat fleißig Prämie gezahlt, in der Hoffnung, dass im Schadensfall die Versicherung einspringt. Die Versicherung hofft natürlich als letztes auf das Eintreten des Schadensfalles. Denn dann macht sie weniger Gewinn und muss womöglich die Prämien erhöhen, was ihre Kunden ärgern würde (jedoch nicht unbedingt die Versicherung). Fazit: allen geht es am besten wenn gar nichts passiert.

Auch Versicherungen brauchen Versicherungen

Versicherungen handeln mit Sicherheit, es ist ihr Geschäftsmodell. Aber auch sie sind keine Alleskönner und können schnell in finanzielle Schieflage geraten, zum Beispiel bei großen Naturkatastrophen. Damit bei einem vernichtenden Hurrikan nicht das gesamte Kapital unter geht, sichern sich auch Versicherungen gegen solche Risiken ab. Und zwar bei sogenannten Rückversicherern, wie der Münchner Rück (aka Munich Re), dem größten Rückversicherer der Welt. Und genauso wie bei Otto-Normal-Versicherungen geht es auch der Munich Re gut, wenn möglichst wenig Umweltkatastrophen, Volksaufstände oder terroristische Anschläge stattfinden. Denn wenn andere Versicherungen zahlen müssen, dann muss auch sie zahlen (hier muss differenziert werden, denn bis zu einem gewissen Grad freut es die Munich Re auch, wenn in Amerika die Wirbelstürme wüten – denn dann steigen die Beiträge).

Gute Aussichten

Im Moment scheint man in München ganz zufrieden zu sein, denn Umsatz und Gewinn konnten, laut Handelsblatt (online) die Analysten überzeugen. Dies ist vor allem dem guten Erstversicherungsgeschäft einer ihrer Töchter, der ERGO, zu verdanken, die schon seit sechs Monaten in erfreulichem Maße wächst. Positiv machten sich auch die Kapitalanlagen bemerkbar. Das Unternehmen, welches prinzipiell nicht in Aktien investiert, bleibt sich mit Anlagen in Höhe von 174 Milliarden Euro den festverzinslichen Wertpapieren treu. Nur ihr eigentliches Geschäftsfeld läuft derzeit nicht so gut. Grund hierfür ist vor allem das schwere Erdbeben in Neuseeland gewesen: 230 Millionen Euro kostet es die Munich Re und drückte den operativen Gewinn im dritten Quartal unter Vorjahresniveau. Aber das ist wohl, ja wie soll man sagen, Berufsrisiko.

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