Verkehrssicherheit: Risikofaktor elektronischer Systeme

Verkehrssicherheit: Eine Studie der Unfallforschung ermittelte jetzt die Ablenkungswirkung.
Immer mehr Gadgets und mobile Geräte tummeln sich rund um das Armaturenbrett moderner Autos. Sie sollen uns helfen und unterhalten. Doch bisweilen lenken sie auch sehr von der eigentlichen Aufgabe ab, nämlich sich auf den Verkehr zu konzentrieren. Und zwar nicht nur das mobile Telefon, auch das Navigationssystem und die Musikanlage. Wie sehr, ermittelte jetzt eine Studie der Unfallforscher der Versicherer (UDV).

Mal piepst es hier – und eine neue SMS kommt rein. Mal muss der Lenker „mal kurz“ während der Fahrt das Ziel im Navigationssystem ändern. Mal hat man Lust auf einen bestimmten Musiktitel. Doch mit der Zahl der steigenden Möglichkeiten, beim Autofahren auf die verschiedensten Gadgets zuzugreifen, erhöht sich die Zeitspanne, in der man mit dem Kopf woanders ist und mehrere Sekunden lang nicht mehr auf den Verkehr achtet.
Das Verfassen und Lesen von Texten auf dem Smartphone

Zwar ist die Bedienung der meisten Geräte so konzipiert, dass sie so schnell und unkompliziert wie möglich ausgeführt werden können. Und doch lenken sie für ein paar Sekunden von der eigentlichen Aufgabe ab, dem Fahren. Wie hoch die Ablenkungswirkung der verschiedenen Informations- und Kommunikationssystem ist, zeigt, worauf man am besten verzichten sollte: das Lesen und Schreiben von Textnachrichten. Den zweiten Rang unter den größten Ablenkungsgeräten errang das Navigationsgerät. Es empfiehlt sich also, auch hier bei einer Neueinstellung kurz rechts ran zu fahren und dies ganz in Ruhe zu tun.

Im mittleren Ablenkungsbereich der UDV-Studie landeten das Telefonieren während der Fahrt, die Suche von Musiktiteln sowie das Versenden von SMS. Die geringste Beeinträchtigung des Fahrverhaltens wurde gemessen beim Empfangen einer SMS (ohne Lesen) sowie der Sendereinstellung im Radio.
Bild: djd/udv

Gefährliche Ablenkung durchs SMS

Über den Autor

Stephan

Hallo, ich bin der Stephan, freier Autor und Hobbyblogger. Ich mache mein Fachabitur und in meiner Freizeit blogge ich hier und da mal was. Grüße

7 Kommentare

  • Timo hat recht, was Disziplin angeht. Außerdem hat es auch mit Verblödung der Gesellschaft zu tun. Man setzt heutzutage die Prioritäten ganz anders – im Facebook zu schreiben, wer was gegessen am Frühstück hat ist lieber, als in der Realität ein Spaziergang zu machen.
    Eine SMS im Auto ist wichtiger als eigene Sicherheit…. Wirklich komisch!

  • Hallo,

    ich fasse mein Smartphone mitlerweile gar nicht mehr beim Auto fahren an, auch nicht an einer roten Ampel, es ist einfach zu gefährlich, plötzlich wird die Ampel grün, man hat das Smartphone in der Hand der vor einem bremst ab und da hat man den Salat.

  • Hallo zusammen,

    Ich denke auch, dass alles eine Frage der Disziplin ist. Soll heißen, dass es doch eigentlich kein Problem sein sollte, das Handy während der Fahrt einfach liegen zu lassen.

    LG Chris

  • Könnte mich jedesmal aufregen wenn ich auf der Autobahn jemanden sehe, der immer wackelig im Schneckentempo auf der mittleren Spur fährt und einen gesenkten Blick auf sein Smartphone wirft. Gerne hupe ich kurz beim Überholen, das reicht schon und der Fahrer zuckt ziemlich zusammen.

  • Klasse Artikel.
    Erwische mich auch sehr oft dabei wie ich während der Fahrt Nachrichten checke wenn es in meiner Hose vibriert.
    Oftmals sind mir die Gefahren nicht bewusst.
    Muss wirklich daran arbeiten.
    So kann es nicht weitergehen…

  • Ich denke, dass ist alles eine Frage der Disziplin. Auch wenn es manchmal schwer ist. SMS beantworte ich, wenn es nötig ist, an einer roten Ampel. Und die gibt es in Hamburg ja oft genug. ;-) Das Navigationssystem wird vor der Fahrt eingestellt und notfalls auch im Stand korrigiert. Nach bestimmten Musiktiteln suchen kann da schon kritischer werden, allerdings macht man das doch auch nicht beim Abbiegen oder so.

  • Sehr wahr. Die Gefahren werden unterschätzt. Selbstverständlich ist allen sehr klar, dass man beim Autofahren die Finger vom Smartphone lassen sollte. Doch jeder Autofahrer und gleichzeitige Handybesitzer wird sicher zugeben müssen, dass er/sie hier vor sich selbst bestimmt auch schon mal ein Auge zugedrückt hat – im wahrsten Sinne des Wortes. Es gehört eben zu unterschätzten Risiken dazu dass man denkt: „Mich wird es schon nicht erwischen.“ Bis es dann irgendwann doch mal passiert. Und dann ist es zu spät.

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