Vegetarier essen kein Fleisch, Veganer lassen grundsätzlich die Finger von tierischer Nahrung. Sie essen also nicht nur kein Fleisch, sondern auch keine Milchprodukte, keinen Käse, keinen Honig. Während Vegetarier meistens aus Gesundheitsgründen auf fleischlose Kost umstellen, gehen Veganer einen Schritt weiter: Für mögliches tierisches Leid, ganz gleich in welcher Form, wollen sie nicht mitverantwortlich sein.

Verkappte tierische Zutaten

Vielleicht ist das ja der Grund, weshalb Veganer – noch öfter als Vegetarier – heftig angefeindet werden. Sie legen ihren Finger in die Wunde der industriellen Fleischproduktion. Da bekommt so mancher ein schlechtes Gewissen. Wer sich jedoch mit dem Gedanken einer veganen Ernährung anfreunden kann, steht zunächst einmal vor der Frage: Und wie mache ich das? Veganes Kochen verlangt Umdenken. Fertignahrung und Fast Food entfallen in den meisten Fällen. Zu groß ist die Gefahr, dass sich unter den Zutaten verkappte tierische Rohstoffe befinden oder diese bei der Produktion eingesetzt wurden. So werden zum Beispiel viele Obstsäfte mit tierischer Gelatine geklärt, Zucker bekommt seine weiße Farbe dank Aktivkohle aus Tierblut und -knochen, Chips-Aromen stammen zum Teil aus Rindfleischextrakt, und Margarine kann Fischöl enthalten.

Komplett veganes Weihnachtsmenü

Um Veganern die nötige Sicherheit zu geben, ist der Markt für garantiert vegane Produkte in den letzten Jahren sprunghaft gewachsen und bietet alles, was das Veganer-Herz begehrt: Lupinen-Aufstriche, schnittfähigen Sojaquark und Sojakäse, Tofu nach Feta- und nach Mozzarella-Art, Italia Tofu, Hijiki-Algen-Tofu, vegane Landjäger und Lyoner, veganes Speiseeis, vegane Milch aus Hafer, Dinkel oder Reis. Damit umzugehen will freilich gelernt sein. Eine erste Herausforderung: Kuchen backen ohne Ei. Wie aber will man seine Familie an Festtagen vegan verwöhnen?

Zahlreiche Anregungen finden sich auf dem Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de – unter www.rgz24.de/vegan sogar ein komplettes Weihnachtsmenü.

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