Jedes Jahr werden in privaten Haushalten in Deutschland durchschnittlich über 80 Kilogramm Lebensmittel pro Person weggeworfen. Über die Hälfte davon könnte vermieden werden. Derzeit liegen deshalb Initiativen im Trend, die diese Art der Lebensmittelverschwendung verhindern wollen: eine solche Initiative ist das Foodsharing. Aber auch mit einer guten Einkaufsplanung und der richtigen Lagerung kann man dazu beitragen, dass weniger Essen im Müll landet. Das beginnt schon damit, nur frische, einwandfreie Lebensmittel zu kaufen, die bereits von der Erzeugung bis zum Verkauf im Supermarkt fachgerecht gelagert und transportiert wurden. Erkennen kann man das etwa am blauen QS-Prüfzeichen.


Lebensmittelverschwendung: Vielfalt in der Resteküche


Doch was kann man tun, wenn doch zu viel eingekauft und gekocht wurde? Kombiniert mit weiteren Zutaten lassen sich aus den Resten neue Speisen zubereiten. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Auflauf? Einfach alles im Ofen mit Käse überbacken und eventuell mit weiteren Zutaten verfeinern. Übrig gebliebenes Gemüse eignet sich besonders gut für Ratatouille. Beliebte Zutaten dafür sind Auberginen, enthäutete Tomaten, Zwiebeln und Zucchini. Erst wird frisches Gemüse in der Pfanne geschmort und dann das gekochte Gemüse dazugegeben und mit Kräutern abgeschmeckt.

Mit ein wenig Fantasie können so viele Lebensmittel vor dem Mülleimer bewahrt werden. So schmeckt ein kalter Braten am nächsten Tag als Aufschnitt, kalte Beilagen sind eine gute Grundlage für Salate und mit ein paar Eiern wird aus Resten ein schmackhaftes Omelett. Besonders raffiniert für die Resteverwertung ist ein Blätterteig-Strudel, der sich nach Belieben füllen lässt. Den Strudel auf einem gefetteten Backblech auf die Naht setzen und in 45 Minuten fertig backen.

Einfrieren statt wegwerfen

Wenn am nächsten Tag kein Platz mehr für die Reste vom Vortag ist, dann können diese eingefroren werden, anstatt im Mülleimer zu landen. Fertig zubereitete Speisen halten sich so mehrere Monate, und es ist immer eine schnell und einfach zubereitete Mahlzeit im Haus. Dafür wird das Essen gleich nach dem Abkühlen portionsweise in luftdichte Behälter verpackt und eingefroren. Davon ausgenommen sind Gerichte mit viel Sahne oder Kartoffeln, denn diese können beim Einfrieren deutlich ihren Geschmack ändern.

Über die Online-Plattform foodsharing.de und lokale Verteilstationen beispielsweise kann man überschüssige Lebensmittel an interessierte Abnehmer in der Umgebung weitergeben und mit ihnen tauschen – „teilen statt wegwerfen“ heißt das Motto.

Bilder: djd/qs-live.de