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Georg Kreisler – Zu leise für mich

Trotz Ernsthaftigkeit eines seiner wie ich finde schönsten Lieder. Erhältlich auf seinem Album “Die alten, bösen Lieder”.
Video Rating: 4 / 5

Georg Kreisler – Der Staatsbeamte

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Georg Kreisler – Staatsbeamter

Staatsbeamter möche jeder gerne sein!
Staatsbeamte – schon der Titel schüchtert ein!
Staatsbeamte bin auch ich als Resultat –
Denn wozu brauch’ ich sonst einen Staat?

Staatsbeamte müssen heut’ nicht mehr studier’n
Staatsbeamte müssen sich spezialisier’n!
Und auch ich merkte schnell, dass es so besser geht
Und nahm mir eine Spezialität!
Aber welche – ja welche, da werden Sie staunen!

Ich versteh’ nichts von Jus und Latein
Mathematik, die lass’ ich lieber sein!
Doch ich krieche sehr gut und auch gern, marsch, marsch, marsch
In den Arsch, in den Arsch, in den Arsch!
Ein Minister wird sehr leicht nervös
Aber bei mir bleibt keiner lange bös’
Denn ich blick ihm in’s Aug, und merk’ gleich: Der ist barsch!
Und steck schon tief im Arsch, tief im Arsch!
Am Anfang fiel mir ja das Kriechen etwas schwer
Jetzt schaff ich sieben Arsch pro Tag – und Montags fünfzehn oder mehr!

Ja man braucht schon ein bischen Routin’
Um so wie ich, von Arsch zu Arsch zu zieh’n
Doch es war mir am Anfang meiner Laufbahn schon klar
Dass ich Innenpolitiker war!

Die heutige Jugend hat für meine Arbeit wenig Sinn:
Die blicken einen Arsch an, und studier’n gleich Medizin!
Beschäftigen sich mit Protokoll, mit Weissbuch, mit Demarche
Und streben gleich nach dem Kanzler, oder sonst einem hohen Arsch
Doch es gibt ja nicht nur Ärsche hier im Ministerium
Auch in Betrieben und Gewerkschaften steh’n hunderte herum!
Ich lieb’ die Politiker, warum weiss jedes Kind –
Weil die auf jeden Fall die grössten Arschlöcher sind!

Und durch sie mach ich jetzt auch Karrier’
Und auch im Ausland schätzt man mich schon sehr!
Denn ich krieche auch gern einem fremden Monarsch
In den Arsch, in den Arsch, in den Arsch!

Nehmen auch Sie meinen wohlgemeinten Rat:
Wenn Sie Ihr Chef stört, schreiten Sie zur Tat!
Kriechen Sie ihm zum Klang von einem schmissigen deutschen Marsch
In den Arsch – in den Arsch – in den Aaaarsch!