Nebel macht dem Autofahrer vor allem im Herbst das Leben schwer. Besonders gefährlich sind plötzlich und kleinräumig auftretende Nebelwände. Dann bleibt kaum Zeit, sich auf die Sichtbehinderung einzustellen. Gerade auf Autobahnen ist es extrem riskant, wenn man mit hoher Geschwindigkeit unvermittelt in eine Nebelbank hineinfährt. Hindernisse oder vorausfahrende Fahrzeuge, die plötzlich abbremsen, können nicht rechtzeitig erkannt werden. Schwere Unfälle sind häufig die Folge.

„Wichtig ist es, auf Durchsagen im Verkehrsfunk oder auf entsprechende Warnmeldungen des Navis zu achten und die Geschwindigkeit zu verringern – auch wenn im Moment die Sicht noch gut ist“, rät Hans-Joachim Koch, Leiter der Kfz-Schadenabteilung der HDI Versicherung.

Bei 100 Metern freier Sicht gelten als Obergrenze 80 Stundenkilometer. Wenn man außerhalb geschlossener Ortschaften nur einen Pfosten weit sehen kann, darf man nicht schneller als 50 Stundenkilometer fahren. Wird der Nebel noch dichter, ist die Geschwindigkeit noch weiter zu drosseln. Bei Nebel muss im Übrigen auch tagsüber mit Abblendlicht gefahren werden. Das Tagfahrlicht reicht in diesem Fall nicht aus. Bei „erheblicher Sichtbehinderung durch Nebel, Regen oder Schneefall“ dürfen laut StVO Nebelscheinwerfer zusätzlich zum Abblendlicht eingeschaltet werden. Die Nebelschlussleuchte ist erst ab einer Sichtweite unter 50 Metern erlaubt.
(djd)