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Wie sich die Gesundheitsreform auf den Geldbeutel auswirkt

Gestern verabschiedete der Bundestag Philipp Röslers umstrittene Gesundheitsreform, die vor allem von Seiten der Opposition viel Kritik erhält. So werden die Beiträge um 0,6 Prozent von 14,9 auf 15,5 Prozent steigen. Rentner und Arbeitnehmer haben 8,2 Prozent dieses Anteils zu tragen, Arbeitgeber 7,3 Prozent. Hier nun einige Beispiele, wie sich dies auf den eigenen Geldbeutel auswirken könnte.

Nach Berechnungen der dpa müssten Versicherte mit einem Bruttogehalt von 1 000 Euro nun künftig drei Euro mehr, also 82 statt 79 Euro im Monat bezahlen. Bei 1 500 Euro Brutto werden es statt 118,50 Euro nun 123 Euro sein und bei einem Einkommen von 2 000 Euro müssen nun 164 statt 158 Euro im Monat bezahlt werden. Bei 3 000 Euro Brutto erhöht sich der Beitrag um 9 Euro, bei 4 000 Euro sind es 12.

Geringverdiener werden benachteiligt

Künftig steht es den Kassen frei in welcher Höhe sie Zusatzbeiträge von ihren Kunden verlangen dürfen. Hierfür gibt es keine Obergrenze. Auch sind die zusätzlichen Pauschalen unabhängig vom Einkommen, was zu einer einseitigen Belastung der Gering- und Mittelverdiener gegenüber den Besserverdienenden führt. Wenn dieser Zusatzbeitrag jedoch durchschnittlich mehr als zwei Prozent des gesamten Bruttoeinkommens beträgt, wird die Differenz als Sozialausgleich aus Steuern bezahlt.

In der Praxis sieht das so aus: beträgt bei einem Einkommen von 1 000 Euro Brutto der durchschnittliche Zusatzbeitrag bei genau 20 Euro, wird der Sozialausgleich nicht gezahlt, da die Grenze von zwei Prozent noch nicht überschritten ist. Anders bei gleichem durchschnittlicher Pauschale und einem Einkommen von 800 Euro. Hier muss der Versicherte nurnoch 16 Euro an die Kasse zahlen.

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