Wie man einen guten Wein erkennt

Bei Weinen ist genauso wie bei Uhren die Qualität wichtig. In der Regel müssen gute Produkte zwar nicht extrem teuer sein aber sie kosten oft etwas mehr als die anderen. Ein guter Wein lässt sich daher unter anderem am Preis erkennen. Aber: wohlschmeckende Weine gibt es bereits für unter zehn Euro pro Flasche. Es reicht also, nur ein bisschen mehr Geld auszugeben.
glas wein

Woher kommt der Wein?

Einen weiteren Hinweis auf einen guten Wein liefert die geografische Lage. In Deutschland sind vor allem die Sorten Silvaner und Müller Thurgau beliebt. Aber auch andere Länder stellen guten Wein her. Wie zum Beispiel Spanien. Eines der wichtigsten Weinanbaugebiete Spaniens ist Katalonien, was auch ein beliebtes Urlaubsgebiet ist. Hier befinden sich Städte wie Barcelona und Lloret de Mar an der Costa Brava.

Es gibt mittlerweile zahlreiche Orte, in denen guter Wein angebaut wird. Der Ort allein reicht nicht aus, um einen guten Wein zu bestimmen. Außerdem geht es auch um den persönlichen Geschmack. Ein guter trockener Rotwein schmeckt nicht jedem und passt auch nicht zu allem, außer einem deftigen Essen. Manche Genießer mögen mehr Süße. Die Weine sind normalerweise damit ausgezeichnet, ob sie süß, lieblich, trocken oder halbtrocken sind. Aber es gibt noch einen anderen Hinweis auf die Süße, den Tiefgang und die Vollmundigkeit eines Weines. Und das sind die Prädikate.

Prädikat: Hinweis für guten Wein

Qualitätsweine mit Prädikat werden nur aus ganz bestimmten Trauben hergestellt. Prädikatsweise verfügen über besondere Reife und daher auch über eine besondere Süße. Ab der Prädikatsstufe Auslese bezeichnet man sie als edelsüße Weine. Es darf kein Zucker zugesetzt werden.

Spätlese

Trauben für die Spätlese werden erst später im vollreifen Zustand geerntet, wenn bereits alle anderen Trauben für andere Weine verwendet wurden. Das Gewicht muss mindestens 19° KMW betragen. KMW steht für Klosterneuburger Mostwaage, bei der es sich um eine Senkspindel handelt, die den Zuckergehalt von Traubenmost misst.

Auslese

Trauben für Auslese-Weise werden sorgfältig ausgewählt. Sie müssen vollreif, unversehrt und gesund sein. Alle anderen Beeren werden aussortiert. Das Mostgewicht beträgt mindestens 21° KMW.

Beerenauslese

Die Beerenauslese ist auch unter dem Kürzel BA bekannt und wird aus Trauben hergestellt, die überreif und edelfaul sind, wodurch eine ganz besondere Süße entsteht. Das Mostgewicht beträgt mindestens 25° KMW. Beerenauslese ist eine gute Alternative zu dem recht teuren Eiswein.

Eiswein

Auch der Eiswein ist ein sehr süßer und hochwertiger Wein, der aus besonderen Trauben hergestellt wird. Die Trauben haben sowohl bei der Ernte als auch beim Pressen eine Temperatur von -7 Grad Celsius. Bei dieser Temperatur trennt sich das Wasser von der Fruchtsäure, wodurch beim Pressen nur eine kleine Menge hochkonzentrierter Traubensaft entsteht. Das Mostgewicht beträgt mindestens 25° KMW.

Weitere Prädikatsweine sind Strohwein, Ausbruch und Trockenbeerenauslese, welche TBA abgekürzt wird und aus mehrheitlich edelfaulen, weitgehend eingeschrumpften Beeren hergestellt wird. Mehr Infos gibt es hier.

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Über den Autor

Olena Seregina

Was ich soll und schulde, steht im Steuerbescheid.
Was ich nicht darf, steht im Strafgesetzbuch.
Und alles andere kann ich selbst entscheiden.
/ viktor37/

Ein Kommentar

  • Nach den rechtlichen Vorgaben welches Landes beschreibt dieser Artikel die Anforderungen?

    Ein paar ergänzende Anmerkungen, die für Deutschland gelten:
    Müller-Thurgau gilt in Deutschland eher als Schoppenwein denn als Qualitätswein. Also ordentliche Qualität für den Alltagsgebrauch. Er genießt kein besonders hohes Prestige.
    Der Silvaner wurde zwar im Silvanerjahr heftig promotet, scheint aber dennoch immer mehr an Beliebtheit zu verlieren. Aktuell liegt Rebflächenanteil in Deutschland laut DWI gerade bei 5%.

    Qualitätsweine und Prädikatsweine unterliegen in Deutschland einer Prüfung, bevor sie ihre AP-Nummer erhalten. Die Prüfung stellt gewisse Mindestanforderungen an die Qualität. Fehlerhafte Weine erhalten die APNr. nicht.

    Deutsche Prädikatsweine sind Weine mit einer Reife ab Kabinett oder höher. Die Mindestmostgewichte für die einzelnen Qualitätsstufen sind rebsortenabhängig.
    Auslese-Trauben müssen nicht „unversehrt und gesund“ sein; edelfaule Beeren sind durchaus erlaubt.
    Beerenauslese-Trauben dürfen, müssen aber keine Edelfäule aufweisen. Rosinenartig eingetrocknete Trauben bringen ebenfalls sehr hohe Mostgewichte.
    Es gibt, wenn auch eher selten, auch trockene oder feinherbe Prädikatsweine – sie müssen nicht zwingend edelsüß sein.
    Details dazu: https://www.weingut-fuchs.de/wissen/weinqualitaet.php

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